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Warum ausgerechnet von Schwerin nach Prag, wenn man kein Schweriner ist? Neun Jahre nach der Tour weiß ich den Grund auch nicht mehr so richtig. Nun, Schwerin liegt in der Nähe von Lüneburg, dem Heimatort meiner damaligen Weggefährten. Ich glaub, der Reiz bestand darin, durch die ehemalige DDR zu radeln, Landschaften zu berühren, von denen man zuvor nur gehört, gelesen oder fern gesehen hat. Warum nach Prag? Die Stadt sollte faszinierend sein und ein solches Ziel vor Augen - rollt es sich besser. Der Ruf hat sich bewahrheitet. Nicht ohne Grund erradelte ich mir Prag nach dieser Tour noch dreimal. Es war eine spannende Fahrt mit vielen "Einsichten". Wir fuhren nach Karten, die immer noch nicht so richtig stimmten, vorbei an ehemaligen LPGs, auf ausgezeichneten Deportationswegen, durch verfallene Innenstädte, durch Fontanes Brandenburg mitten in die Love-Parade, waren erschrocken über unbehelligte Neonazis, erblickten fasziniert das Elbsandsteingebirge, überquerten herzklopfend die Grenze nach Tschechien und erfuhren Prag ...
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