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Von Klaipeda  nach Tallinn  (2006)

Eine Tour durch die drei baltischen Staaten

Einige Straßenschilder haben im Baltikum Seltenheitswert. Ein Hinweis auf Kurven ist nicht erforderlich. Meistens geht es geradeaus. Wozu sollte es auch Kurven geben? Die Feudalherrschaften konnten die Wege über ihre  Latifundien gerade legen, die Sowjets schlossen sich dieser Planungsart an. Reliefunterschiede, die es zu überwinden gilt, gibt es wenige, womit der Hinweis auf Steigungen bzw. Gefälle äußerst selten ist. Kurzum: Es geht viel geradeaus, mal durch Wald und mal durch Agrarlandschaften. Die Staaten sind dünnbesiedelt. Wenig spektakulär das Ganze, aber dennoch reizvoll und vor allen Dingen interessant, die Staaten - auch in ihrer Unterschiedlichkeit - kennen zu lernen.

Im Gegensatz zur vorjährigen Planung (s. 2005) wählten wir Tallinn als Zielort aus und begannen unsere Tour in Klaipeda. Tallinn kannten wir ja schon und so war die Rückreise bequemer zu planen. Auf zwei Dinge sollte man sich einstellen: es gibt gerade in Lettland noch viele Schotterwege. Häufig sind sie am Rand sehr weich und haben in der Mitte Waschbrettcharakter. Und dann gibt es noch Hunde, die nicht immer freundlich sind! Nachdem einer von uns heftig in den Oberschenkel gezwickt wurde, hatten wir auf unserem Gepäck immer griffbereit einen Knüppel. Sah ganz bestimmt komisch aus, gab uns aber ein Gefühl von Sicherheit - wahrscheinlich zu unrecht. Vielleicht sollte man Pfefferspray mitnehmen ... 

Etappen Bilderserie
Kartenmaterial und Reiseführer:

s. Tour 2005: Neu jedoch erschien eigentlich erst nach unserer Tour von Michael Moll: Baltikum per Rad. Verlag Wolfgang Kettler. Neuenhagen 2006

Special: Bildleiste Jugendstil in Riga